Karl Godulla

wurde am 8. November 1781 als Sohn eines Jägermeisters und Pächters in Makoschau, Oberschlesien geboren. Im Jahre 1807-1808 übernahm er die Verwaltung der gräflich Ballestrem´schen Güter und Industriebetriebe. Sein Wissensdrang veranlasste ihn schon in jungen Jahren chem. Experimente vorzunehmen. Als fähiger, offener Kopf mit geschäftlicher Tüchtigkeit und Umsicht war er den Zeitgenossen weit voraus. Im gräflichen Walde Ruda-Süd entdeckte er feuerfesten Ton den er bergbaumässig abbaute. Die fabrikationsmässige Herstellung von metallischem Zink aus Galmei, einem Erzvorkommen in Oberschlesien legten den Grundstock für sein späteres großes Vermögen. Er baute Zinkhütten, erwarb Gruben und Land und konnte sich bald zu einem Grossindustriellen emporarbeiten. Bei seinem Tode besass er 80 Zinkwerke, 4 Zinkhütten, 48 Kohlengruben und 7000 Morgen Land. Trotz seines Reichtums blieb der "Zinkkönig" fleissig, sparsam und bescheiden: Obwohl er ein Schloss in Schomberg besass, bewohnt er bis zu seinem Tode ein Kleines Häuschen aus Holz in Ruda.
Ihm hat Oberschlesien zu danken. Karl Godulla starb 1848 in Breslau.